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Sicher vor Hacker-Angriffen - so schütze ich meine Daten!

Datenpannen entstehen häufig durch schwache Passwörter. Dabei ist es ist nicht schwer, seinen Computer vor Hacker-Angriffen zu schützen. Mit unseren fünf Tipps haben Sie einen sehr guten Schutz vor Datendiebstählen:


1. Sichere Passwörter


Bitte verwenden Sie immer unterschiedliche Passwörter. Denn gerät ein Passwort erstmal in die Hände von Hackern, werden diese die gestohlenen Zugangsdaten vermutlich auch für den Log-in auf anderen Webseiten testen und im schlimmsten Fall sind dann gleiche mehrere Seiten vom Diebstahl betroffen.

Niemand kann sich die Flut an Zugangsdaten im Kopf merken. Wenn Sie eine gute Strategie haben, selbständig sichere Passwörter zu erstellen, ohne dass diese sich wiederholen, ist das optimal. Sicher sind zum Beispiel persönliche Sätze wie "Im Sommer fahre ich mit meiner Familie nach Italien." Für das nun folgende Passwort verwenden Sie nur die Anfangsbuchstaben jedes Wortes und fügen dann noch das aktuelle Jahr hinzu. Bitte den ersten Buchstaben immer groß schreiben und am Ende des Passwortes ein Zeichen, also z.B.:

Isfimmfni2022!

Wer es sich leicht machen möchte, verwendet am besten einen Passwort-Manager. Hier können Sie alle neuen Einträge mit Zugangsdaten per Hand eingeben. Im Internet finden Sie eine gute Auswahl an kostenlosen Passwort-Managern, die man einfach herunterladen kann.

Der Manager erstellt für jeden Online-Zugang ein neues und sicheres Passwort. (auch Passwort generieren genannt) Schließlich brauchen Sie sich nur noch ein starkes Passwort (auch Master-Passwort genant) zu merken, um den Manager zu öffnen. Nach der Anmeldung erscheint eine alphabetisch geordnete Liste mit Ihren gespeicherten Einträgen. Sie kopieren das Passwort für den entsprechenden Online-Zugang dann einfach aus dem Passwortmanager heraus und fügen es an der gewünschten Stelle wieder ein. Das Kopieren und Einfügen erreichen Sie am einfachsten mit den Tastenkombinationen Strg+C, für kopieren und Strg+V für einfügen. Hier finden Sie eine Hilfe zu Tastenkominationen/Short-Cuts

Unser Rat:

Um neue Zugangsdaten zu erstellen, klicken Sie im Passwort-Manager einfach auf generieren: Hier können Sie auch die gewünschte Länge, falls verlangt, und Zeichen einstellen. Steht das Passwort, gehen Sie auf Passwort verwenden und die Daten sind gespeichert. Ganz wichtig: Bitte schreiben Sie das Passwort für den Manager niemals auf. Wenn Sie es unbedingt schriftlich haben möchten, bewahren Sie es lieber bei Freunden oder Verwandten auf. Im Notfall können Sie diese anrufen.


2. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)


Einer der stärksten Maßnahmen zum Schutz Ihrer Online-Accounts, ist der zweifache Identitätsnachweis. Mittels einer Kombination unterschiedlicher und unabhängiger Komponenten wird beim Einloggen geprüft, ob Sie wirklich der Nutzer sind. Kennt ein Dienst das Gerät nicht, von dem Sie sich anmelden wollen, fragt es Sie nach einem Bestätigungscode. Dieser wird meist per SMS oder per E-Mail auf Ihr Smartphone gesendet. Sie müssen diesen Code nur kopieren und dort wieder einfügen, wo Sie sich einloggen wollten. Sollte ein Hacker also an Ihr Passwort gelangt sein, fehlt ihm am Ende noch der Bestätigungscode übers Handy. Ihr Online-Account bleibt weiter geschützt.

Unser Rat:

Der 2-FA lässt sich leicht am Computer oder Smartphone aktivieren, wenn er nicht schon automatisch aktiviert wurde. Am Apple-Computer gehen Sie auf Systemeinstellungen, dann klicken Sie auf Apple-ID und schließlich auf Passwort & Sicherheit: Dort erscheint der Begriff: 2-Faktor-Authentifizierung: Ein oder Aus. An dieser Stelle können Sie auch die Handynummer eingeben und bearbeiten, über die der Bestätigungscode abgefragt werden soll.

Am Smartphone funktioniert die Aktivierung ähnlich über die Einstellungen, dann tippen Sie ganz oben auf Ihren Namen, schließlich klicken Sie wieder Passwort & Sicherheit an und meistens ist die 2FA bereits aktiviert.


3. Regelmäßige Updates


Hacker versuchen leider auch über Sicherheitslücken in Apps und Software Ihre Daten zu klauen. Um diese Schlupflöcher zu schließen, entwickeln die Anbieter Updates. Der Vorteil: Sie als Nutzer werden regelmäßig an die Aktualisierung der Software erinnert.

Unser Rat:

Klicken Sie regelmäßig auf Update durchführen oder aktualisieren. Für Ihr Android-Smartphone können Sie die automatischen App-Updates im Google Play Store aktivieren, für iPhones klappt das ab iOS 13 automatisch.

Bei Windows-Computern klappen die Updates ebenfalls automatisch.


4: Der „Enkeltrick“: Rechnen Sie mit Phishing-Attacken!


Mit sogenannten Pishing-Mails versuchen Betrüger sich als vertrauenswürdigen Partner auszugeben, um an Ihre persönliche Daten zu gelangen. Am besten schützen Sie sich vor diesen digitalen Angriffen, wenn Sie vorbereitet sind und sich bewusst machen, daß theoretisch hinter jeder Webseite, Mail, Anruf oder Kurznachricht eine Fälschung stecken könnte.

Gehen Sie niemals auf die Anweisungen in der gefälschten Kommunikation ein, in dem Sie z.B. auf einen Link in einer E-Mail klicken. Ansonsten können die Betrüger eine Schadsoftware auf Ihrem Computer oder Smartphone installieren. Diese kann im schlimmsten Fall alle Ihre Systeme beschädigen, die Betrüger können auf Ihr Konto zugreifen oder Ihre Identität stehlen.

Die meisten Pishing-Angriffe weisen die gleichen Merkmale auf: Sie drängen zum Handeln oder geben sich als eine Person oder Marke aus. Die Angreifer nutzen gerne aktuelle Themen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie  auf die Verlockung hereinfallen. Die Kreativität der Betrüger ist dabei grenzenlos.

Unser Rat:

-Lassen Sie sich zu Nichts drängen und nehmen Sie sich Zeit.

-Geben Sie zweifelhaften Aufforderungen nach persönlichen Daten oder Geld weder per E-Mai noch per Anruf nach und beenden Sie die Kommunikation so schnell wie möglich.

-Kontaktieren Sie in jedem Fall über einen anderen Kommunikationsweg die Person, Behörde oder das Unternehmen und verifizieren Sie die Anfrage.

Aktuelle Beispiele für Phishing-Attacken u.a von PayPal, Amazon und Volksbanken-Raiffeisenbanken finden Sie auch beim

Bundesamt für Sicherheit in der Informationspolitik.

Auch die Verbraucherzentrale gibt einen sehr guten Überblick über beliebte Pishing-Angriffe.

https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Cyber-Sicherheitslage/Methoden-der-Cyber-Kriminalitaet/Spam-Phishing-Co/Passwortdiebstahl-durch-Phishing/Aktuelle-Beispiele-fuer-Phishing/aktuelle-beispiele-fuer-phishing_node.html

www.verbraucherzentrale.de


Tipp5: Digitalen Fußabdruck verringern


Zu Ihrem "digitalen Fußabdruck" gehören sämtliche Spuren Ihrer Online-Aktivitäten, von Kommentaren in sozialen Medien bis hin zu Internetkäufen. Diese Spuren wecken nicht nur das Interesse von Hackern oder Identitätsdieben. Sie können auch von potenziellen Arbeitgebern, Schulen oder Gläubigern gelesen und gegen Sie verwendet werden.

Unser Rat:

-Überprüfen Sie regelmäßig und in Ruhe Ihre Privatsphäre-Einstellungen. Sie entscheiden selbst, wer Ihre Beiträge sehen kann. Nehmen Sie sich viel Zeit, um sich mit den Einstellungen vertraut zu machen.

  • Löschen Sie Apps und Accounts, die Sie nicht mehr benötigen

Melden Sie sich auch mal mit einem Gast-Zugang an, um Käufe im Internet zu tätigen. Dann müssen Sie nicht alle persönlichen Daten preisgeben


Computerhilfe-Direkt24
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