Denken Sie bei dem Begriff SPAM zuerst an einen lustigen Sketch? Besitzern eines E-Mailkontos dürfte sicherlich die Situation bekannt sein, wenn mal wieder das Postfach mit unerwünschter und lästiger Werbung überquillt. Längst beschränkt sich der Versand nicht nur auf E-Mails sondern weitet sich immer mehr auch auf SMS, WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. aus. Wie Sie sich vor SPAM schützen und was ein Sketch mit SPAM zu tun hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was bedeutet SPAM und welchen Ursprung hat es?

SPAM-Nachrichten werden meist per E-Mail versendet und beinhaltet häufig unerwünschte Werbung. Das Ziel des Absenders ist die Vermarktung seiner Produkte oder im schlimmsten Fall den größtmöglichen Schaden zu verursachen. Denn leider werden häufig nicht nur Werbeanzeigen versendet, sondern auch sogenannten Phishing-Mails oder gar Schadsoftware versendet. Bei Phishing-Mails lockt der Absender den Empfänger mit einem Link um dessen private Daten auszuspähen.

SPAM-Mails werden in der Regel an Millionen von E-Mail Adressen versendet. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass nicht wenige E-Mail Empfänger auf das Angebot reagieren und im schlimmsten Fall Opfer von Datendiebstahl oder einem Virus werden. In jedem Fall sind SPAM-Nachrichten längst zu einem der Hauptprobleme für alle Internetnutzer geworden.

Der Begriff SPAM steht ursprünglich für die Abkürzung: “Spiced Ham“, also “gewürztes Schweinefleisch” und ist Teil eines Sketches der berühmten Komikergruppe “Monty Python”.

Der Sketch spielt in einem kleinen Imbiss, wo sich ein Paar (gespielt von Eric Idle als Mann und Graham Chapman als Frau) etwas zu essen bestellen möchten und daher die Kellnerin (gespielt von Terry Jones) fragen, was es denn so zu essen gebe. Prompt liest die Kellnerin die Speisekarte vor und wie sich schnell herausstellt, beinhaltet das Angebot fast ausschließlich Gerichte mit ein und dem selben Produkt.

Von „Eier mit Spam“ über „Eier, Speck, Würstchen mit Spam“ bis zu „Spam, gebackene Bohnen, Spam, Spam mit Spam“ werden sämtliche Variationen angeboten. Obwohl die Frau zwischenzeitlich kreischt „Ich mag kein Spam!“, wird ihr weiterhin das Konserven-Fleisch angeboten.

Als das erste Mal massenhafte Werbemails versendet wurden, sollen sich Fans der berühmten Gruppe an den Sketch erinnert haben und so den Begriff für die häufig aufkommenden Nachrichten geprägt haben.

8 Tipps, wie Sie sich vor SPAM schützen können

Hinter den lästigen Nachrichten über diverse Potenzmittel oder Kryptowährungen steckt eine große Gefahr. Wenn Sie sich nicht ausreichend gegen solche Nachrichten schützen oder diese erkennen, könnten Sie sich im schlimmsten Fall Opfer von Datendiebstahl werden oder sich einen Virus einfangen. Worauf Sie unbedingt achten sollten und welche Schritte Sie gegen SPAM unternehmen können, zeigen wir Ihnen hier einige Möglichkeiten:

1. E-Mail-Adresse Verschlüsseln

Anstatt Ihre E-Mail-Adresse im Standardformat zu veröffentlichen, können Sie sie verschlüsseln. Um die verschlüsselte E-Mail-Adresse wieder in ein funktionierendes Format zu bringen, muss sie von einem Menschen entschlüsselt werden. Eine verschlüsselte E-Mail-Adresse könnte folgendermaßen aussehen: IhrName [AT] domain . com während dieselbe unverschlüsselte E-Mail-Adresse wie IhrName@domain.com aussieht

2. Verstecken Sie Ihre E-Mail-Adresse im Bild

Für einen Menschen wird es nicht Schwer sein die E-Mail-Adresse in dem Bild zu erkennen, für eine Maschine wird es hier schon Komplizierter.

3. Verstecken Sie Ihre E-Mail-Adresse

Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse Online teilen, tun Sie das versteckt für Maschinen und Bots. Mit Scr.im– Tool können Sie Ihre E-Mail-Adresse schützen. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse auf der Startseite ein. Auf dieser Seite finden Sie eine sehr kurze, versteckte URL sowie benutzerdefinierte HTML-Links, mit denen Sie Ihre E-Mail-Adresse auf Twitter, Facebook und Co, in HTML-Dokumenten und in Foren freigeben können.

4. Eine zweite E-Mail-Adresse anlegen

Ihre private E-Mail sollten Sie nur an die verschicken, von denen Sie auch kontaktiert werden möchten. Für Sachen wie Gewinnspiele, Newsletter, usw., sollten Sie eine zusätzliche E-Mail-Adresse haben, damit Ihre private E-Mail-Adresse vor SPAM E-Mails verschont bleibt.

5. Stellen sie Ihren SPAM Filter korrekt ein

Die meisten E-Mail-Anbieter haben vorinstallierte Filter, wodurch viel Datenmüll automatisch aussortiert wird und in speziellen Ordnern landen. Darüber hinaus können sie selbst zusätzliche Filtereinstellungen vornehmen. Zudem ist es sehr wichtig, dass Sie ein gutes Antivirusprogramm installiert haben, welches Sie vor diversen Schadprogrammen schützt und diese sofort in die Quarantäne verschiebt.

Wenn Sie ihre Filtereinstellungen überprüfen oder anpassen möchten, helfen wir Ihnen gerne dabei. Auch bei passenden Lösungen um Ihren PC optimal zu schützen, beraten wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular oder rufen Sie uns kostenfrei unter 0800 10 10 360 an.

6. Auf SPAM Nachrichten niemals antworten!

Antworten Sie niemals auf SPAM. Dadurch bestätigen Sie, dass Ihre Kontaktdaten korrekt sind und Sie erreichbar sind. Ihre Daten könnten dann wohlmöglich an Andere weitergegeben werden und Sie erhalten mehr SPAM. Daher raten wir Ihnen, die Nachricht zu löschen und Ihren SPAM-Filter entsprechend anzupassen.

Gerade bei E-Mails von Unbekannten, mit auffälligem Betreff wie zum Beispiel: „Ein Nigerianischer Prinz will Ihnen 100.000 € schenken“ sollten Sie unbedingt ungeöffnet lassen und sofort löschen! Hinter solchen E-Mails verbirgt sich oft Schadsoftware.

7. Mail-Inhalte blockieren

Es empfiehlt sich eine normale Darstellung der E-Mail als Text Format automatisch anzeigen zu lassen. Damit werden Bilder oder HTML zunächst blockiert und erst durch ihre Freigabe sichtbar. Damit verhindern sie beispielsweise, dass eine Lesebestätigung an den Sender geschickt wird. In den Einstellungen Ihres E-Mail-Programms können Sie diese Darstellung wählen.

8. Was Sie tun können und wie sie vorgehen sollten, wenn Sie Opfer von Internet-Betrug geworden sind

Sie können online bei der Internet-Beschwerdestelle eine Beschwerde wegen SPAM einlegen. Für weitere Informationen, gehen Sie bitte auf www.internet-beschwerdestelle.de

Wenn Sie Opfer von Cyberkriminellen geworden sind oder vermuten betroffen zu sein, schalten Sie bitte umgehend Hilfe ein! Wir beraten Sie gerne bei diesen und auch anderen Gefahren und erläutern Ihnen Schritt für Schritt, was Sie tun sollten. Werden Sie Teil unserer wachsenden Community und schützen Sie sich gegen Hackerangriffe und anderen Internetbedrohungen.  Für mehr Informationen klicken Sie bitte hier.